In der Welt der Pflanzen

Wie ein Kleinod umschließt der Nymphenburger Park in seinem Nordteil den Botanischen Gar¬ten. Er geht auf das Jahr 1914 zurück und löste damals den Alten Botanischen Garten am Karlsplatz ab.
Von den Gewächshäusern berichtet jeder mit Begeiste¬rung: Bietet nun das märchenhafte Palmenhaus oder das abenteuerliche Dschungelhaus das anregendste be¬ziehungsweise das aufregendste Erlebnis? Der Enthu¬siasmus kennt keine Grenzen, wenn Besucher des Wasserhauses zufällig in eine der Schmetterlingsaus¬stellungen geraten. »Sie fliegen in Massen völlig frei umher und sind so unglaublich exotisch.« Derartige »Liveshows« finden immer wieder im Winter statt. Es gibt auch sommerliche Sensationen, wie etwa die Prä¬sentation von Hexen- und Zauberpflanzen. Andere Schauen widmen sich beispielsweise den Karnivoren, also den von tierischer Nahrung lebenden Pflanzen, oder den Nachtschattengewächsen.
Die gesamte Anlage der Gewächshäuser, die in einem Dutzend Häusern aufgefächert ist, besitzt 6000 Pflan¬zenarten und ist damit eine der artenreichsten in Euro¬pa. Nicht zu vergessen sind zudem die Partikularanla¬gen, wie der im Sommer so großartige Rosengarten. Der Rosengarten führt den poetischen Namen »La vie en rose«. Ein Tipp für den Frühsommer: der blühende Rhododendrenhain mit seinen 150 Arten. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass geübte Spaziergänger
den Botanischen Garten mit seinem Gesamtareal von 20 Hektar am besten nutzen können. Einer der schöns¬ten Pfade führt von den Rhododendren im Süden nach Westen durch die Farnschlucht zum Großen Teich mit dem angrenzenden Alpinum, das die Bergflora aus der ganzen Welt präsentiert. Dahinter folgt der Moor- und Heidegarten, der sogar Gewächse der Steppe wie auch der Arktis und der Meeresdünen aufweist. Hier schließt sich die Sektion Nadelhölzer des umfangrei¬chen Arboretums an, mit den Laubhölzern im Süden und den Nadelhölzern im Norden.
Danach mag man sich abschließend dem Schmuckhof mit seinen »Wechselausstellungen« an jahreszeitlichen Blumen und Ziergewächsen widmen, den Majoliken von Josef Wackerle (1914) aus der Porzellanmanufak¬tur herausputzen. Der Schmuckhof gedeiht im Rücken des Hauptgebäudes mit den Botanischen Universitäts¬instituten und der Botanischen Staatssammlung.
Der Haupteingang befindet sich in der Menzinger Straße 65. Tram 17 »Schloss Nymphenburg«. Durch den Nymphenburger Park ist er über die Südkasse zu¬gängig. Öffnungszeiten: April – 15. Oktober 9-18 Uhr, 16. Oktober – März 10-16 Uhr, täglich geöffnet.

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