Eine noble Dankesgabe

Der Mittelbau des heutigen Schlosses war zunächst nur das Landhaus Kemnat zwischen Neuhausen und Obermenzing. Nach der Theatinerkirche sollte es das zweite Präsent des Kurfürsten Ferdinand Maria an seine junge Gemahlin Henriette Adelaide sein, zum Dank für die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel 1662. Aus dem Landhaus formte Agostino Barelli ein würfelförmiges Schlösschen, das die Savoyerin Castel- lo delle Ninfe taufte, Nymphenburg. Der Name deu¬tet an, dass es als großzügiger Sommersitz gedacht war, davon zeugen schon die Pläne für den Steinernen Saal. Aber nach dem Tod der Schlossherrin (1676) legte man die Arbeit daran nieder.
Max Emanuel und nachfolgende Herrscher erweiter¬ten jedoch das Schlösschen und bereicherten die ge¬samte Anlage. 1702 setzte die zweite Bauphase ein. An¬tonio Viscardi fügte zu beiden Seiten Galerien über Arkaden an, die in Pavillons abschließen. Der Spani¬sche Erbfolgekrieg unterbrach die Arbeit. Nach der Rückkehr des Kurfürsten erhielt Nymphenburg ab 1715 durch den in Paris ausgebildeten Joseph Effner französische Akzente. Den Mittelbau mit der Freitrep¬pe gestaltete man neu, auch fügte man zwei quadratische Höfe hinzu, im Norden mit der Orangerie, im Sü-den mit dem Marstall. Noch ehrgeiziger waren die Plä¬ne Karl Albrechts (1697-1745), der hier eine kaiserli¬che »Carlstadt« errichten wollte.

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