Archive for August, 2014

Nationalmuseum und Schack-Galerie

Prinzregent Luitpold grüßt hoch zu Ross vor dem Bayerischen Nationalmuseum. Als regierendem Fürsten aus dem Königshaus stand ihm gewiss eine derartige Ehrung zu. Nein, ein Feldherr war er nicht, aber er vertrat Ludwig II., seinen Neffen, bei der Kai¬serproklamation im Spiegelsaal von Versailles. Bei sei-ner Bestattung 1912 gab ihm sogar Kaiser Wilhelm II. das Ehrengeleit. […]

Technische Wunderkammer

Die Zahl der Besucher sagt alles über die Attraktion der Exponate wie auch über die didaktische Qua¬lität der Ausstellungen: rund 1,5 Millionen pro Jahr. Ganze Schulklassen betrachten fasziniert technische Vorgänge, die sie per Knopfdruck auslösen können. Die »technische Wunderkammer« ist auf dem europäi¬schen Festland das bedeutendste Museum seiner Art. Sein großer Reiz liegt darin, dass […]

Im Schutz von St. Anna – Prachtstraße mit Schönheitsfehler

Im Schutz von St. Anna Fremde belehrt man in München gerne, »Lehel« wer¬de »Lechl« ausgesprochen. Und man denkt an das Lächeln einer lieben Person – so ist einem das Viertel gleich sympathisch. Vielleicht aber ist das Wort »Le-hel« mit dem in Bayern verbreiteten Hausnamen Lech- ner verwandt. Das war ursprünglich der Besitzer eines Lehens, das […]

Tierpark Hellabrunn – Bayerische Gastlichkeit: Bier und Knödel

Affen, Löwen, Elefanten – in der Reihenfolge dieser Attraktionen pflegten wir als Kinder den Zoo zu besichtigen. In Hellabrunn leben auf 36 Hektar indes rund 5000 Tiere, die 385 Arten angehören. Der Land¬schaftstiergarten am rechten Isarufer, von kleinen Was¬serläufen durchzogen, ist nach Kontinenten gegliedert. Im nordöstlichen Bereich des Areals finden wir die eu¬ropäische Zone mit […]

Am Gärtnerplatz – Die Au rechts der Isar

Am Gärtnerplatz Ein Abstecher zum Gärtnerplatz: Das opulente Blu¬menrondell dominiert mit stolzer Pose das spät-klassizistische Staatstheater (1864-1865) – Deutsch¬lands einzige staatlich geförderte Operettenbühne, sagte man abfällig. Doch längst hat sich das Repertoire gemausert. Der neueste Renner ist ein Musical um die unsterbliche Marilyn Monroe. Zudem wird hin und wieder zu erstklassigen Jazz-Konzerten geladen, so Das […]

Ein Hauch von Venedig – Treffpunkt Auer Dult

Ein Hauch von Venedig Der »Tatort«-Krimi »Das Glockenbach-Geheim- nis« machte das Viertel weithin bekannt. Der Mord geschah im Zusammenhang mit einem kanali¬sierten Bach, der unter den Häusern durchrauscht. Noch vor nicht einmal 100 Jahren durchzog ein Sys¬tem offener Bäche das ganze Viertel, um hier ansässige Handwerker und Kleinbetriebe wie etwa Färbereien mit Energie und Nutzwasser […]

Zwischen Odeonsplatz und Königsplatz

Glänzende Auslagen anspruchvollen Geschmacks bieten sich einem in der Brienner Straße. Leo von Klenzes noble Paläste umrahmen dreiseitig das En¬semble des Wittelsbacher Platzes. Das Reiterdenkmal in der Mitte ist dem ersten Kurfürsten Maximilian I. gewidmet (Bertel Thorwaldsen, 1839). Das schöne Pa¬lais Ludwig Ferdinand in seinem Rücken, heute Sitz der Siemens AG, bewohnte Klenze selbst. Der […]

Geschichtsträchtige Via triumphalis

Als Auftakt zur Ludwigstraße wirkte die Feldherrn¬halle wie ein Marschsignal. Sie diente ja auch als Paradestraße und als »Via triumphalis« der Monar¬chen. In neuerer Zeit ist sie die bevorzugte Magistrale für Prozessionen und Festzüge, aber auch für De¬monstrationen. Als Gegenpol zur Feldherrnhalle erhebt sich in rund 1000 Meter Entfernung das Siegestor. Den Monumen¬talbau, bekrönt von […]

Italienische Anklänge: Hofgarten und Odeonsplatz

Ein Besuch der Residenz ist unvollständig, wenn man nicht auch einen Abstecher in den Hofgarten macht. Unser Weg führt also durch die Residenzstraße mit ihren attraktiven Geschäften und Cafes. Von der Maximilianischen Fassade der Residenz (1611-19) grüßt lächelnd die Patrona Bavariae (Hans Krumpper, 1616). Wir passieren zwei Triumphportale, flankiert von Bronzelöwen. Blanke Stellen zeugen von […]

Dreimal Max: Max-joseph-Platz, Maximilianstraße, Maximilianeum

Der Opernplatz ist nach dem ersten König benannt: Max I. Joseph, der von 1806 bis 1825 die Krone trug. Von seinem Denkmal grüßt er huldvoll sein Volk. Das 1835 enthüllte Monument schufen Leo von Klen- ze, Martin von Wagner und Christian Rauch gemein¬sam. Das Denkmal steigert die Weihe des Platzes, wird er doch umringt vom […]